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Regionalliga West 2026/2027 - Samstag, 19. September 2026, 14:00 Uhr
VfB Hilden - VfL Bochum U23 (1:2) 2:4

Spielort:
Stadion Am Bandsbusch, Hilden
Zuschauer: 660
VfB: Lenze - Tolaj, Heinson (80. Ansumana), Altuntas, Sangl - Wagener, Deljkovic (80. Goto) - Cissé (67. Nkamanyi), Weber - Feese, Ismailji
VfL: Bußmann - Bernsdorf, Volkmer, Turudija, Schneider - Holtkamp, Günes (59. Gezer) - Winkelmann (90.+1 Abdat), Dittgen (59. Gerth), Jashari (90.+1 van Eck) - Pick
Tore:
0:1 Holtkamp (19., Foulelfmeter, Vorarbeit Bernsdorf),
0:2 Dittgen (24., Kopfball, Vorarbeit Holtkamp),
1:2 Tolaj (27., Kopfball, Vorarbeit Sangl),
1:3 Pick (46., Rechtsschuss, Vorarbeit Jashari),
2:3 Cissé (52., Rechtsschuss, Vorarbeit Tolaj),
2:4 Winkelmann (Kopfball, Vorarbeit Turudija).
Schiedsrichter: Jens Grage (Bonn)

Für die U23 des VfL Bochum geht es in dieser Regionalliga-Saison erwartungsgemäß nur um den Klassenerhalt. Nach schwachem Start, mit nur einem Sieg aus den ersten acht Spielen, musste man an diesem Samstagnachmittag bei Aufsteiger VfB Hilden antreten. Der VfB aus der 55.000-Einwohner-Stadt, die ziemlich genau zwischen Wuppertal und Düsseldorf liegt, war in der vergangenen Saison zum allerersten Mal in der Vereinsgeschichte in die viertklassige Regionalliga West aufgestiegen, als Meister der Oberliga Niederrhein. Die eigentliche Heimat des Klubs, der Sportplatz an der Hoffeldstraße, erfüllt in keinster Weise die Auflagen für den Profifußball. Deswegen ist man für diese Saison in das Städtische Stadion am Bandsbusch umgezogen, in das man auch zu Oberliga-Zeiten schon das eine oder andere Mal bei attraktiven Gegnern mit vielen Gästefans ausgewichen war. Dort hatte ich den VfB Hilden auch in diesem Ground schon mal besucht, 2016 bei einem Heimspiel gegen Rot-Weiß Oberhausen im Niederrheinpokal.

In Ermangelung von Alternativen an diesem Tag, und, weil für mich am folgenden Tag eine wahrscheinlich anstrengende Tour mit dem Deutschlandticket nach Hannover auf dem Programm stehen sollte, entschied ich mich für den Besuch dieses Spiel der zweiten Mannschaft des VfL Bochum beim VfB Hilden. Dazu fuhr ich an diesem Samstagmorgen erst mal mit dem RE über Hagen bis nach Solingen, um von dort aus mit dem Bus kurz hinüber nach Hilden zu fahren. Am Hagener Hauptbahnhof hatte ich direkt ein Deja-vu zu meiner letzten Tour nach Recklinghausen, denn am Bahnsteig tummelten sich ein paar Hundert Fußballfans, dieses Mal von Borussia Mönchengladbach. Beim Blick auf die Endstation meines Zuges befürchtete ich schon das Schlimmste, denn dort stand: Krefeld. Ich dachte nur: "Oh nein, nicht schon wieder eine überfüllte Fahrt! Und warum gibt es so viele Borussia-Fans im Raum Hagen?" Aber schnell stellte ich fest, dass diese einen anderen Zug Richtung Aachen, direkt am Nachbargleis, nehmen würden. Also ging es doch entspannt nach Hilden weiter.

Der VfB Hilden ging natürlich als kompletter Neuling als Außenseiter in diese Regionalliga-Saison, und dafür war der Start absolut ok. Denn mit neun Punkten nach den ersten acht Spielen stand man im unteren Mittelfeld und ging gegen den Vorletzten, die U23 des VfL Bochum, als leichter Favorit ins Spiel. Heiko Butscher hatte aktuell als Coach der Bochumer U23 auch keinen leichten Job, denn er musste durch die großen Verletzungsprobleme bei den Profis auch in diesem Spiel wieder viel improvisieren. Dadurch war an diesem spätsommerlichen Nachmittag auch kein einziger Profi von "oben" dabei, und stattdessen musste er seinen Kader wiederum mit Spielern aus der U19 auffüllen. Dafür sah es aber sehr gut aus und am Ende stand ein hochverdienter 4:2-Auswärtssieg beim VfB Hilden, wodurch die Zwote des VfL wieder mal den Sprung auf einen Nichtabstiegsplatz schaffte.