SC
Preußen Münster - TSV Havelse (1:1) 2:1
Spielort: Preußenstadion, Münster
Zuschauer:
12.114
SCP:
Behrens –
Paetow, Koulis (38. Zeller), Tikvic - Tasov (84. Kolbe), Johansson,
Preißinger (62. Maier), Varelmann - Schulz (62. Althaus),
Makridis (84. Demirhan) - Higl
TSV:
Hanin
– Mausehund, Belkahia, Duah (90.+1 Svitek) - Schumacher,
Tugbenyo, Berger (90.+1 Velasco), Sommer - Guiddir, Voufack (73.
Grzywacz) - Wriedt (73. Paldino)
Tore:
1:0 Tikvic (9., Linksschuss, Vorarbeit Preißinger),
1:1 Guiddir (35., Rechtsschuss, Vorarbeit Hanin),
2:1 Zeller (87., Kopfball, Vorarbeit Johansson).
Schiedsrichter:
Martin Wilke (Merzhausen)
An diesem Samstag ging es endlich mal wieder nach Münster.
Lange
hatte ich mit den hohen Preisen für die 3. Liga gehadert, aber
dann ergab sich kurzfristig doch die Gelegenheit, an ein etwas
günstigeres Ticket zu kommen und ich griff sofort zu.
Zunächst fuhr ich an diesem Tag nach mit der
Straßenbahn zum
Gelsenkirchener Hauptbahnhof. Von da aus ging es mit dem RE in etwa 50
Minuten direkt weiter zum Hauptbahnhof nach Münster, und
direkt
weiter mit dem Bus zum neuen Preußenstadion. Die neue Heimat
des
SC Preußen Münster ist zwar noch nicht ganz fertig,
aber
nimmt langsam aber sicher Formen an. Ein besonderes Highlight ist
sicherlich die neue, gerade fertiggestellte Osttribüne mit
8.700
überdachten Stehplätzen, die von den
Preußenfans
"Fiffi-Gerritzen-Kurve" getauft wurde, und auf der ich an diesem Tag
auch stand. Wenn das Stadion bald fertig ist, kann diese Kurve
sicherlich eine große Wucht entfalten. Vom Gefühl
her wirkte
die Unterstützung der Preußenfans auf jeden Fall
wesentlich
brachialer als in der alten langgezogenen Kurve mit Laufbahn.
Normalerweise hört man ja oft den Satz "Ein Tor würde
dem
Spiel gut tun", aber an diesem Nachmittag war ein frühes Tor
eher
Gift für das Spiel. Das Spiel begann direkt mit einem
Traumtor.
Bereits in der neunten Minute zog Tikvic aus mehr als 30 Metern ab und
versenkte den Ball unhaltbar in den rechten Winkel. 1:0. Sicherlich ein
Kandidat für das Tor des Monats. In der Folge wurden die
Gastgeber
aber viel zu passiv und luden die Gäste, die von sage und
schreibe
20 Fans begleitet wurden, zum Toreschießen ein. Diese nahmen
die
Einladung dankend ein und kamen noch vor der Pause zum Ausgleich. Auch
in der zweiten Halbzeit war das Geschehen auf dem Rasen eher
zäh
und höhepunktarm. Es gab viel Ballbesitz für die
Gastgeber,
die damit aber nicht viel anfangen konnten.
Als man sich schon fast mit dem Unentschieden abgefunden hatte, kamen
die Preußen kurz vor dem Ende doch noch zum Siegtreffer. Eine
Flanke von Johansson köpfte der eingewechselte Zeller zum
umjubelten 2:1 in die Maschen. Auch die Rückfahrt mit der Bahn
klappte hervorragend, so dass ich rechtzeitig zur Sportschau und
DFB-Pokal-Auslosung wieder zu Hause war.


|
|
|