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  SG Wattenscheid 09  
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3
     SC Preußen Münster   
 
SG Wattenscheid 09 Offiziell
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Preußen Münster Offiziell
Westfalenpokal Achtelfinale 2026/2027 - Dienstag, 20. Oktober 2026, 19:00 Uhr
SG Wattenscheid 09 - SC Preußen Münster (1:0) 2:3

Spielort: Lohrheidestadion
, Bochum-Wattenscheid
Zuschauende: 3.138
SGW: Mroß – Tunga (66. Gösweiner), Ali, Schulte-Kellinghaus – Kurt, Adamski, Sindermann, Wortmann (83. Arifi) – Hirschberger (83. Nwachukwu), Nnaji (76. Schacht), Poliakov (76. Renke)
SCP: Harman – Koulis (46. Varelmann), Zeller, Dietrich – Kolbe, Adeh, Preißinger (46. Higl), Rösch (90.+2 Paetow) – Ndikom (18. Mees), Schulz (46. Maier), Makridis
Tore:
1:0 Poliakov (14.),
1:1 Makridis (56.),
1:2 Mees (62.),
1:3 Varelmann (80.),
2:3 Schacht (87., Foulelfmeter).
Schiedsrichter: Cengiz Kabalakli (Gelsenkirchen)

An diesem Dienstagabend ging es für mich kurz hinüber nach Wattenscheid. Nach dem 1:0-Auswärtssieg bei der DJK TuS Hordel empfing die heimische SGW an diesem Abend als Regionalligist im Achtelfinale des Westfalenpokals Drittligist Preußen Münster. Für mich war es der erste Besuch eines Heimspiels der SG09 seit dem umfassenden Umbau des Lohrheidestadions. Weil ich von mir zu Hause mit der Straßenbahn ohne Umstieg direkt zur Station Lohrheidestraße durchfahren kann, gestaltete sich die Anfahrt also eigentlich relativ simpel. Es war allerdings mal wieder eine echte Punktlandung. Weil ich an dem Tag bei einem Kunden im Sauerland war und auf der Rückfahrt auf der A45 ordentlich im Stau gestanden war, erreichte ich das Lohrheidestadion erst fünf Minuten vor Anpfiff. Nach den ersten Spielminuten führte mein erster Weg auch direkt zum Cateringstand, wo ich mir eine hervorragende Currywurst gönnte. Vorher hatte ich noch überrascht festgestellt, dass es bei der SG Wattenscheid an diesem Abend sogar mal wieder organisierten Support gab, sogar mit etwas Pyrotechnik zum Einlauf der Teams. Auch auf Gästeseite gab es durchgehenden organisierten Support, mit zahlreicher Unterstützung der Fanfreunde vom VfL Bochum. Ca. 1.200 Anhänger waren aus dem Münsterland mit ins Ruhrgebiet gekommen.

Der Außenseiter aus Wattenscheid war dann in den ersten 45 Minuten sogar das bessere Team und lag zur Halbzeitpause verdient mit 1:0 in Führung. Die Gäste aus Münster, die mit vielen Ersatzspielern angetreten waren, machten dann in Hälfte zwei allerdings ernst, indem sie zur Pause drei Stammspieler einwechselten, das Spiel anschließend klar dominierten und einen enormen Druck auf das Wattenscheider Tor entfachten. Es war schnell klar, dass, sobald die Gäste ein Tor machen würden, das Spiel schnell kippen könnte. So kam es dann auch. In der 56. Minute gelang Makridis der Ausgleich und die Preußen sorgten danach auch relativ schnell für klare Verhältnisse. Zwar gelang den Gastgebern per Foulelfmeter kurz vor dem Ende das Anschlusstor, aber eigentlich war die Sache spätestens nach dem 1:3 komplett entschieden.

Vor Beginn der zweiten Halbzeit hatte das Spiel dabei kurz vor dem Abbruch gestanden, als die Gästefans ein großes Spruchband im Gästestehblock präsentierten, wo sie ausdrückten, dass sie gar keine Polizei mögen. Weil dadurch ein Fluchttor verdeckt war, pfiff der Schiedsrichter die Partie erst einmal gar nicht an und die Spieler hielten sich auf dem Feld irgendwie warm. Das Spiel kannte man ja schon aus dem Ruhrstadion, wo die Stadt Bochum ebenfalls schon mehrmals harte Spielregeln durchgesetzt hat. Nach langen 18 Minuten schließlich hängten die Gästefans das Transparent wieder ab und das Spiel konnte endlich fortgesetzt werden. Dafür gab es in Hälfte zwei dann auch immer mal etwas Pyrotechnik im Gästebereich. In der 33 Minuten lange Halbzeitpause war ich auch noch direkter Zeuge geworden, als Mitglieder der aktiven Wattenscheider Fanszene einen stadtbekannten Neonazi und ehemaligen NPD-Vorsitzenden zum Verlassen des Stadions "aufgefordert" hatten. Eine Vielzahl von Ordnern verhinderte das aber (leider).